Über uns
Ferienseminare
Coaching und Beratung
Firmenseminare
Vorträge und Tagesseminare
Coaching-Ausbildung
Lernmaterialien
LernTeam-LernTipps
 
LernTeam-Spezial
Motivation
Fit für den Übertritt
Not mit Noten?!
Thema "Belohnen"
Lehrergespräche
Zeitmanagement
LernTeam im Fernsehen

Ausschnitt aus dem Artikel "Soll ich mein Kind für schulische Leistungen belohnen?" aus dem "Pubertäts-Überlebensbrief" von Jan-Uwe Rogge und dem LernTeam

Sollten Sie Interesse an dem vollständigen Artikel und vielen weiteren wertvollen Texten von Jan-Uwe Rogge und dem LernTeam zum Thema Pubertät haben, dann informieren Sie sich ausführlich hier und abonnieren Sie den Pubertäts-Überlebensbrief direkt bei unserem Partnerverlag, dem FID-Verlag:
https://www.elternwissen.com/index.php?id=985&np=1

Seit der fünften Klasse schwanken Sebastians Noten sehr. Mit dem Beginn der Pubertät vor etwa einem Jahr hat sein unstetes Leistungsverhalten insbesondere in den Hauptfächern noch zugenommen. Mal schreibt er zum Beispiel in Englisch eine 2, mal eine 4. Überfordert scheint er nicht zu sein, ihm fehlt einfach hin und wieder die Motivation zum Lernen. Mit diesem Problem kam Sebastians Mutter schließlich zu uns in die Beratung. Unter anderem fragte Sie uns, ob es Sebastians Motivation helfen würde, wenn sie ihn in Zukunft für gute Noten belohnen würde. Lesen Sie hier unsere Antworten und Erklärungen.

Grundsätzlich werden zwei Arten von Motivation unterschieden: Ist Ihr Kind intrinsisch motiviert, lernt es, weil es Interesse am Lernstoff selbst hat. Ist Ihr Kind hingegen extrinsisch motiviert, lernt es für gute Noten, Lob oder Prestige. Die extrinsische Motivation kann wiederum aufgeteilt werden in sozialeund materielle Motive. Lernt Ihr Kind aus sozialen Motiven, mag es zum Beispiel den Wettbewerb oder das Gruppengefühl beim Lösen einer Aufgabe. Lernt Ihr Kind jedoch aus materiellen Motiven, lernt es in Erwartung einer Belohnung oder einer Strafe.

Belohnen: Ja oder nein? Die Entscheidung liegt bei Ihnen!
Wir wollen Ihnen das Belohnen weder ein- noch ausreden. Das können wir auch gar nicht, denn jedes Kind reagiert anders auf Belohnungen. Einige Schüler arbeiten tatsächlich motivierter, wenn sie eine Belohnung zu erwarten haben. Manche Schüler freuen sich über Belohnungen, auf ihre Lernmotivation
wirken sie sich jedoch nicht dauerhaft aus. Wieder andere Schüler reagieren äußerst sensibel auf Belohnungen, diskutieren über ihren Umfang und sind schnell unmotiviert, wenn sie sich keine Belohnung verdient haben. Am besten, Sie beobachten Ihr Kind genau und lassen sich beim Lesen des weiteren Textes folgende zwei Fragen durch den Kopf gehen:
1. Kann das Belohnen für mein Kind grundsätzlich ein Motivationsförderer sein?
2. Und falls ja, wann, wie und in welchem Umfang möchte ich mein Kind durch Belohnungen zum Lernen motivieren?

Die folgenden „Bedenken“ sind zum „Durchdenken“ gedacht und sollen Ihnen dabei helfen, einen eigenen Standpunkt zum Thema zu finden.

Bedenken Sie, dass Belohnen die Kehrseite von Bestrafen ist!

Ähnlich wie das Loben kann Belohnen ein Motivationsförderer sein. Sicher ist beides, das Loben wie das Belohnen, manipulativ einsetzbar, doch wenn es damit seinen guten Zweck erfüllt und Ihr Kind positiv zum Lernen motiviert, dann ist daran nichts Verwerfliches. Fällt jedoch ein erwartetes Lob zu mager
bzw. ganz aus oder belohnen Sie Ihr Kind für eine Leistung nicht im erwarteten Rahmen, kann Ihr Kind das schnell als Kritik, fehlende Anerkennung oder sogar Strafe empfinden. Oft schüren „ausgefeilte“ Belohnungssysteme dieses Empfinden noch zusätzlich, wenn zum Beispiel für eine Eins 6 €, für eine
Zwei 4 € und für eine Drei 2 € gezahlt werden, aber für eine Vier 2 €, eine Fünf 4 € und für eine Sechs 6 € zurückgezahlt werden müssen.

Belohnungssysteme können den Leistungsdruck erhöhen!
Anfangs haben Belohnungen oft eine motivierende Wirkung auf das Lernverhalten von Schülern. Mit der Zeit ist es aber möglich, dass Ihr Kind sich durch ein solches Belohnungssystem eher gestresst fühlt. Belohnungen geben Ziele vor, die es zu erreichen gilt. Diese Ziele sollten realistisch, das heißt für Ihr Kind auch erreichbar sein. Sind die Ziele zu hoch gesteckt, und können sie nur mit großer Mühe erreicht werden, sind Misserfolg und Frust vorprogrammiert. Selbst wenn die Ziele realistisch sind: Dauerhaft auf hohem Niveau zu lernen und zu arbeiten, fällt den meisten Jugendlichen in der Pubertät äußerst schwer. Unter Leistungsdruck stehen die Heranwachsenden durch das schulische Benotungssystem sowieso. Für manche Schüler ist noch ein weiteres Bewertungssystem, selbst eines mit Belohnungen, dann eventuell zu viel.

Durch Belohnungen nimmt die Bedeutung der schulischen Noten zu!
Wenn Ihrem Kind seine Schulnoten wirklich gleichgültig sind, können Sie durch Belohnungen vielleicht etwas daran ändern. Meist ist der umgekehrte Fall die Regel, und das Notenthema bestimmt viel zu sehr den Schul- und Familienalltag. Oft ist es dann nur eine Schutzbehauptung, wenn Heranwachsende sagen, dass Sie Ihre Noten nicht interessieren. Entscheiden Sie selbst, ob Ihr Kind und Ihre Familie durch Belohnungen eine zusätzliche Konzentration auf das Notenthema vertragen könnte.

Belohnen kann den Grund des Lernens verändern!
Wenn Sie sich für das Belohnen von schulischen Leistungen entscheiden, dann kann (muss nicht!) das zur Folge haben, dass sich Ihr Kind beim Lernen demnächst nicht für eine bessere Note anstrengt, sondern weil es sich die versprochene Musik-CD „verdienen“ möchte. Das Ziel des Handelns bzw. der Motivationsgrund kann sich somit weg von der schulischen Leistung hin zur Belohnung verschieben.

Ihr Kind könnte für die gleiche Leistung beim nächsten Mal eine größere Belohnung fordern!
Die „Logik“ Ihres Kindes funktioniert in diesem Fall dann zum Beispiel so: „Eine Drei in Mathe zu bekommen war in der sechsten Klasse einfacher als jetzt in der Sieben. Außerdem verlangt der neue Mathe-Lehrer viel mehr als Frau Müller. Weil ich mich nun mehr anstrengen muss, möchte ich für eine Drei statt 2 € ab jetzt 4 € bekommen.“

Bedenken Sie, dass immaterielle Belohnungen die gleiche Wirkung haben können wie materielle Belohnungen!
Auch wenn grundsätzlich immaterielle Belohnungen aus pädagogischer Sicht einen besseren Stand haben, so funktionieren sie doch oft ähnlich. Aus einer Nacht Zelten im Garten mit Freunden können ganz schnell zwei oder drei Nächte auf dem Campingplatz am See werden. Primäres Motivationsziel ist dann natürlich auch das Zelten – und nicht die bessere Note oder gar der Zuwachs an Wissen.

Möchten Sie weiterlesen?
In der aktuellen Ausgabe des Pubertäts-Überlebensbriefs finden Sie neben unserem Artikel über das Thema "Belohnen" viele weitere interessante Texte von Jan-Uwe Rogge und dem LernTeam.

Informieren Sie sich ausführlich hier und abonnieren Sie den Pubertäts-Überlebensbrief direkt bei unserem Partnerverlag, dem FID-Verlag:
https://www.elternwissen.com/index.php?id=985&np=1

 

Infos
und
Anmeldung!

Direkt zum
Online-Shop!

Newsletter
und Katalog
anfordern!

Hier geht es
zu den Fotos
der LernTeam-
Seminare!

Anmeldung | Newsletter | Kontakt | AGBs | Impressum